29. Februar 2012
28. Februar 2012
Karneval im Konvent
Am Dienstag haben wir dann hier im Konvent ein bisschen mit den Schwestern gefeiert. Wir hatten Besuch von einer anderen jungen Schwester und schon zum Mittag essen waren alle mit Haarreifen und Halsketten verkleidet. Ein sehr schöner Anblick bei den eigentlich so schlichten Nonnen. Den Nachmittag haben wir dann mit Tanzen verbracht. UNFREIWILLIG! Ich wurde förmlich dazu gezwungen! Die jüngeren Schwestern hatten sich richtig bunt verkleidet und haben uns immer und immer wieder zum Tanzen aufgefordert, wobei man neben einer Brasilianerin (ob Nonne oder nicht) beim Tanzen immer schlecht aussieht!!!! :) Trotzdem hatten sie einfach keiner Erbarmen mit uns. Zum Glück gab es als Entschädigung selbstgemachte Waffeln am Stiel gefüllt mit Käse, Käse-Marmelade und SCHOKOLADE. Das ich davon gleich 5 esse, damit hatte ich selbst nicht gerechnet :)
Einzelfotos der Schwestern kann ich hier leider nicht veröffentlichen, da ich nicht weiß, ob ihnen das recht wäre!
25. Februar 2012
Karneval in Leme
Und schon ist Karneval in Brasilien vorbei. Am eigentlichen Wochenende war hier in Leme noch nichts von Karneval zu sehen. Der Straßenumzug, den wir uns angeschaut haben, war erst am Montag. Anfangen sollte alles um 5. Wir waren vorher in der Stadt shoppen und um viertel nach 4 fertig und haben uns gedacht, können wir ja hier warten. Haben wir dann auch, allerdings mit viel Geduld, denn endgültig ging es erst um viertel vor 9 los! Aber das Warten hat sich gelohnt. Zwar war es in Leme fast langweilig im Gegensatz zu Rio, denn auch hier standen alle nur am Straßenrand und haben zugeschaut, anstatt auszuflippen und mitzutanzen. Das hatte ich nämlich vom brasilianischen Karneval erwartet. Auch nachdem es angefangen hatte,mussten wir wieder Geduld zeigen, denn nicht wie bei uns, alle hintereinander weg, NEIN, alle Gruppen einzeln, mit knapp 15 Minuten Pause dazwischen. Da um viertel vor 11 schon wieder alles zuende war, ist klar, dass es nur wenige Gruppen waren. Aber die waren sehr schön anzusehen :) Es ist schon beeindruckend wie viel Mühe sich mit den Wagen und vor allem den Kostümen gemacht wird. Mich haben besonders die Sambatänzerinnen fasziniert. Ich möchte auch so tanzen können! Richtig heiß :)
Der Sonnenuntergang über Leme. Hier wird es immer sehr früh dunkel und da diese Nacht die Uhr auch noch um eine Stunde zurück gestellt wird, sind wir ab morgen 4 Stunden hinter der deutschen Zeit. Hier ist es dann schon gegen 7 abends dunkel, das ist doch wohl mal ein guter Grund, um gegen 8 ins Bett zu gehen :)
17. Februar 2012
Carnaval in der Creche
Wir hatten heute einen sehr schönen, aber auch anstrengenden Arbeitstag, weil wir wirklich viel tanzen mussten :) Es war schön zu sehen wie viel Spaß die Kinder hatten und auch wenn wir nur notdürftig verkleidet waren, durften wir ausgelassen mitfeiern und unglaublich leckeren Kuchen essen.
15. Februar 2012
Die Begegnung mit dem Wasser
Eigentlich sollte es am Sonntagabend ein ganz normaler Besuch in der Kirche werden. War es auch, bis wir uns auf den Weg nach Hause machen wollten. Es war kein Regen, es waren direkt Fluten. Alle Kirchenbesucher sind schön in Kirche geblieben, um das größte Spektakel abzuwarten, nur wir haben uns nachtürlich rausgetraut, was auch sehr lustig war. Es hat keine 2 Minuten gedauert bis wir komplett nass waren. Das Wasser lief in Strömen die Straßen hinunter und beim Überqueren der Straße standen wir bis zu den Knöcheln im Wasser. (und wir mussten oft Straßen überqueren) als Saskia dann auch noch von hinten rief: "Mein Schuh", ich mich umdrehte und ihren Schuh nur noch die Straße runter schwimmen sah, konnte ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen. Als sie kurz vor der Haustür noch ausgerutscht ist und sich auf den Boden gelegt hat, konnte ich dann nicht mehr vor Lachen. :) Die Schwestern fanden das nicht so lustig, sondern haben sich direkt wieder Sorgen darüber gemacht, ob wir uns nicht erkältet hätten. Wir sind also doch wie eine richtige Familie :)
Die Arbeit im Imperial
Das Imperial ist eine Art Kindertreff außerhalb im Stadtrandgebiet. Um dort hinzugelangen, müssen wir uns auf die Fahrräder schwingen und knapp 30 Minuten dorthin fahren. Das Imperial besuchen innerhalb der Woche die Kinder, die zur anderen Zeit die Schule besuchen. Müssen sie also nachmittags in die Schule, kommen sie morgens ins Imperial. Dies geschieht an vier Tagen in der Woche, zweimal morgens und zweimal nachmittags, also für zwei Kindergruppen, die aber aus entschieden weniger Kindern bestehen. Im Gegensatz zur Creche mit 230 Kindern, sind es hier höchstens um die 10. An einem der beiden Tage werden Gesellschaftsspiele hervorgeholt und die Kinder spielen diese zusammen. Der andere Tag dient eher dem Lernen neben der Schule. Hierzu werden zum Beispiel Bücher gelesen, Arbeitsblätter bearbeitet oder die kleineren können Ausmalbilder malen, um die Feinmotorik zu schulen.
Am Wochenende findet dort auch der Capoeirakurs statt. Eine Art Kampfsport, die hier weit verbreitet ist. Auch hier gibt es zwei Gruppen, wobei ich grade mal bei den Kleineren mitkomme. Bei den Älteren kann ich nur noch zuschauen und staunen :)
Am Wochenende findet dort auch der Capoeirakurs statt. Eine Art Kampfsport, die hier weit verbreitet ist. Auch hier gibt es zwei Gruppen, wobei ich grade mal bei den Kleineren mitkomme. Bei den Älteren kann ich nur noch zuschauen und staunen :)
12. Februar 2012
Die Arbeit in der Creche
Die Creche ist eine Art Kindertagesstätte, die momentan von rund 230 Kindern im Alter von 0-12 Jahren besucht wird. Diese sind nach Altersgruppen mit jeweils ungefähr 15 Kindern aufgeteilt. Jede Gruppe hat eine Tia (etwa wie bei uns eine Erzieherin) die mit den Kindern spielt, malt, bastelt und neben der Schule spielerisch auch lernt.
Auch Saskia und ich haben jetzt ein "Tia-Outfit" bekommen und sind somit wieder ein Stück weit mehr integriert.
Die Kinder, die die Creche besuchen, kommen sowohl aus dem Zentrum als auch aus den Stadtrandgebieten. Sie sind sehr aufgeschlossen und neugierig, wollen alles von mir wissen, aber leider verstehe ich noch kaum etwas von dem sie sprechen. Berührungsängste kennen die Kinder auch nicht. Vor allem die ganz kleinen (1-3 Jahre) werden gerne auf den Arm oder auf den Schoß genommen, um gekuschelt zu werden.
Es ist schön von den Kindern und den Tias offen empfangen zu werden und ein Teil einer Gemeinschaft zu sein, genau wie bei dem Zusammenleben mit den Schwestern im Konvent.
Auch Saskia und ich haben jetzt ein "Tia-Outfit" bekommen und sind somit wieder ein Stück weit mehr integriert.
Die Kinder, die die Creche besuchen, kommen sowohl aus dem Zentrum als auch aus den Stadtrandgebieten. Sie sind sehr aufgeschlossen und neugierig, wollen alles von mir wissen, aber leider verstehe ich noch kaum etwas von dem sie sprechen. Berührungsängste kennen die Kinder auch nicht. Vor allem die ganz kleinen (1-3 Jahre) werden gerne auf den Arm oder auf den Schoß genommen, um gekuschelt zu werden.
Es ist schön von den Kindern und den Tias offen empfangen zu werden und ein Teil einer Gemeinschaft zu sein, genau wie bei dem Zusammenleben mit den Schwestern im Konvent.
Tagesabläufe
Montag und Dienstag: 05:30 Aufstehen, duschen, fertig machen
06:10 Beten + Messe in der Kapelle
07:00 Frühstück
08:00-11:00 Arbeiten in der Creche (dienstags), Besuch bei R. (montags)
11:00 Helfen in der Küche
12:00 Mittag essen
15:00-17:00 Arbeiten im Imperial (mit Fahrtzeit)
17:30 Beten in der Kapelle
18:00 Abend essen
19:00 Essenausgabe (nur Montags)
Mittwoch: 05:30 Aufstehen, duschen, fertig machen
06:10 Beten und Messe in der Kapelle
07:00 Frühstück
08:00-11:00 Arbeiten in der Creche
11:00 Helfen in der Küche
12:00 Mittag essen
14:30-17:00 Besuch bei R.
17:30 Beten in der Kapelle
18:00 Abend essen
Donnerstag und
Freitag: 05:30 Aufstehen, duschen, fertig machen
06:10 Beten und Messe in der Kapelle
07:00 Frühstück
08:00-10:00 Arbeiten im Imperial (mit Fahrtzeit)
11:00 Helfen in der Küche
12:00 Mittag essen
13:30-17:00 Arbeiten in der Creche
17:30 Beten in der Kapelle
18:00 Abend essen
In unserer freien Zeit und am Wochenende werden solche Aufgaben wie waschen (per Hand), bügeln und putzen erledigt.
Ob der Plan so bestehen bleibt ist noch unklar, denn es werden noch Kranken- und Familienbesuche hinzukommen.
06:10 Beten + Messe in der Kapelle
07:00 Frühstück
08:00-11:00 Arbeiten in der Creche (dienstags), Besuch bei R. (montags)
11:00 Helfen in der Küche
12:00 Mittag essen
15:00-17:00 Arbeiten im Imperial (mit Fahrtzeit)
17:30 Beten in der Kapelle
18:00 Abend essen
19:00 Essenausgabe (nur Montags)
Mittwoch: 05:30 Aufstehen, duschen, fertig machen
06:10 Beten und Messe in der Kapelle
07:00 Frühstück
08:00-11:00 Arbeiten in der Creche
11:00 Helfen in der Küche
12:00 Mittag essen
14:30-17:00 Besuch bei R.
17:30 Beten in der Kapelle
18:00 Abend essen
Donnerstag und
Freitag: 05:30 Aufstehen, duschen, fertig machen
06:10 Beten und Messe in der Kapelle
07:00 Frühstück
08:00-10:00 Arbeiten im Imperial (mit Fahrtzeit)
11:00 Helfen in der Küche
12:00 Mittag essen
13:30-17:00 Arbeiten in der Creche
17:30 Beten in der Kapelle
18:00 Abend essen
In unserer freien Zeit und am Wochenende werden solche Aufgaben wie waschen (per Hand), bügeln und putzen erledigt.
Ob der Plan so bestehen bleibt ist noch unklar, denn es werden noch Kranken- und Familienbesuche hinzukommen.
Die Anreise
Nachdem ich auf den letzten Drücker alles erledigt hatte, konnte es also losgehen. Heißt, am Donnerstag den 02.02.2012 19:10 Abflug von Amsterdam. Dementsprechend also schon mittags von zu Hause los, am Flughafen mit Saskia (meiner Mitreisenden) getroffen und dann gings auch schon los nach Paris. Unsere Wartezeit dort betrug drei Stunden, die wir aber leicht durch quatschen überbrücken konnten, da wir uns ja ein halbes Jahr nicht mehr gesehen hatten. Nach knapp einer Stunde Flugzeit und kurz vor dem Ozean kam dann die schockierende Nachricht, dass wir aufgrund technischer Probleme wieder umdrehen mussten. Hieß für uns eine Nacht am pariser Flughafen zu verbringen. (ziemlich langweilig!) Eigentlich sollten wir ja am nächsten Morgen schon in Sao Paulo landen und abgeholt werden, also mussten wir ja irgendwem Bescheid geben und haben eine für uns Verantwortliche einfach mal um 03:15 aus dem Bett geklingelt, um ihr mitzuteilen, dass wir völlig verloren am pariser Flughafen stehen. Mensch hat die sich gefreut :D Naja also am Freitag sollte der Flug dann eigentlich um 12:00 Uhr wieder starten, doch wurde immer wieder verschoben, bis es um 17:15 wirklich losging. Auch in Sao Paulo hat alles mit dem Abholen und der dreistündigen Fahrt nach Leme geklappt, die wir aber zurecht verschlafen haben :)
Reisezeit insgesamt:43 Stunden, also nur knapp 16 Stunden Verspätung ;)
Reisezeit insgesamt:43 Stunden, also nur knapp 16 Stunden Verspätung ;)
11. Februar 2012
Die Vorbereitung
Schule vorbei und los geht´s!
Nein, so einfach ist das leider nicht.
Diese Reise hat eine lange und intensive Vorbereitung in Anspruch genommen. Es begann im Dezember 2010 mit einem Orientierungswochenende in Heiligenstadt und Fragen wie: Was erwartet mich? Was genau ist ein MaZ? Will ich das wirklich?
Wer die letzte Frage mit JA beantworten konnte, auf den kamen noch drei weitere Vorbereitungswochenenden zu, in denen die Einsatzländer verteilt wurden und wir super auf die Zeit im Ausland vorbereitet wurden. Vor allem durch Informationen, Erfahrungsberichte und Simulationen.
Da es für Saskia und mich ja erst ein halbes Jahr später losging, hatte ich genügend Zeit alles vor mir herzuschieben. Grade solche Dinge wie Arztbesuche und Orgakram :)
Nein, so einfach ist das leider nicht.
Diese Reise hat eine lange und intensive Vorbereitung in Anspruch genommen. Es begann im Dezember 2010 mit einem Orientierungswochenende in Heiligenstadt und Fragen wie: Was erwartet mich? Was genau ist ein MaZ? Will ich das wirklich?
Wer die letzte Frage mit JA beantworten konnte, auf den kamen noch drei weitere Vorbereitungswochenenden zu, in denen die Einsatzländer verteilt wurden und wir super auf die Zeit im Ausland vorbereitet wurden. Vor allem durch Informationen, Erfahrungsberichte und Simulationen.
Da es für Saskia und mich ja erst ein halbes Jahr später losging, hatte ich genügend Zeit alles vor mir herzuschieben. Grade solche Dinge wie Arztbesuche und Orgakram :)
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